Herzlich Willkommen bei der Livediskussion!
| von Moderation 11.05.2010 | 09:58
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Sehr geehrte Frau Döker, sehr geehrte Frau Frank, liebe Teilnehmende
wir begrüßen Sie alle ganz herzlich bei der Onlinediskussion Zusammenleben in Berlin und freuen uns, dass Sie sich heute erneut für diese Live-Diskussion zur Verfügung stellen.
Zunächst möchte ich Frau Frank und Frau Döker gern mal fragen, was Sie unter Familienfreundlichkeit verstehen? Was gehört für Sie in einer Großstadt wie Berlin dazu?
Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)
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Kommentar
von
Ulrike | 11.05.2010 | 10:00
Ein Miteinander aller Generationen. Wenn wir über Familie sprechen, geht es ja nicht nur um Kinder, sondern auch Eltern und Grosseltern. Das Thema wird ja auch in Zukunft einen größeren Raum einnehmen. Das geht nur zusammen.
Liebe Frau Frank,
wie könnten Sie sich ein besseres Miteinander der Generationen vorstellen? Welche Ideen haben Sie dazu?
Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)
von
Ulrike | 11.05.2010 | 10:03
Vor allem im Bereich Kinder- und Jugendarbeit sehe ich Potential. Wenn es kaum Angebote gibt, ist es klar, dass Jugendliche "nur" abhängen. Da wünsche ich mir mehr Möglichkeiten, Jugendtreffs, wo fitte Mitarbeiter den einen oder die andere auf gute Ideen bringen.
von
Ulrike | 11.05.2010 | 10:07
Was ältere Menschen betrifft, da finde ich Modelle wie betreutes Wohnen oder Wohngemeinschaften klasse, das könnte sicher noch mehr unterstützt werden. So dass diejenigen, die keine Möglichkeit haben, mit ihrer eigenen Familie zu leben, nicht gleich in ein Heim gehen müssen, sondern auch Zwischenstadien erleben können.
Ich habe das Gefühl, dass Kinder gerade im Prenzlauer Berg sehr zur Gesellschaft dazu gehören, allerdings gibt es hier kaum alte Leute. Ich fänd es erstrebenswert, wenn die Gesellschaft hier noch viel mehr zusammenwächst. Beispiel Italien oder Spanien, das sieht man viel mehr Generationen "unter einem Dach".
von
sandy | 11.05.2010 | 10:10
Viele Judendliche wissen gar nicht, was in ihnen steckt. Ausprobieren muss man sich können. Man kennt sich selbst oft gar nicht. Das kann die Weichen für das ganze Leben bestimmen.
von
Ulrike | 11.05.2010 | 10:12
Das mit dem Ausprobieren finde ich ein gutes Stichwort. Grade wenn man sich noch nicht so sicher ist, braucht man eine Umgebung, wo man sich was traut, auch wenn mal was schief geht. Dafür braucht man Orte, wo man sich wohl fühlt, also z.B. einen Jugendtreff oder so.
Das würde ich mir auch wünschen, aber es wird ja immer schwerer, überhaupt eine Wohnung zu finden. Geschweige denn eine bezahlbare Wohnung für eine mehrköpfige Familie...
Liebe Grüße,
Susi
von
Ulrike | 11.05.2010 | 10:18
Ich dachte, wir sind in Berlin noch ganz gut dran. Aber ich lese immer öfter, dass die Wohnungssituation gerade für Familien, die ja eine größere Wohnung brauchen wirklich schwierig geworden ist. Wo haben Sie diese Erfahrung gemacht?
von
sandy | 11.05.2010 | 10:18
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen (Hannover), dass in Jugendzentren oftmals nur abgehangen, geraucht und rumgepöbelt wird. Wenn solche Jugendtreffs mehr beaufsichtigt, vielleicht mit einem betreutem Programm, dann würde so manch einem klar werden, dass es auch noch was anderes gibt, was einen ausfüllt und wo man sich individuell weiterentwickeln kann.
von
Ulrike | 11.05.2010 | 10:27
Die Jugendclubs müssen natürlich so gefördert werden, dass da genügend gute MitarbeitInnen sind, das stimmt. Nur Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen reicht absolut nicht. Leider wurde und wird in dem Bereich gerne gekürzt... Dabei ist das doch mit die wichtigste Phase, da entstehen Berufswünsche, Pläne für die Zukunft, Weichen werden gestellt, auch im Umgang mit anderen, erste Beziehungen etc.
Was halten die beiden Damen von der Schließung einer Oper zu Gunsten der Kinder-und Jugendförderung? Immerhin verfügt Berlin über drei staatlich subventionierte Opern und dürfte damit weltweit die einzige Stadt sein, die so viele Plätze unterstützt. Gleichzeitig wird aber jährlich in Millionenhöhe an Kinder- und Jugendförderungsmaßnahmen gekürzt.
von
sandy | 11.05.2010 | 10:34
Ich finde auch, dass man gerade bei Kindern und Jugendlichen anfangen muss. Die Regierung sieht die Wurzeln nicht!!! Ich würde mir sehr wünschen, dass genau da angesetzt werden sollte. Ich wusste damals nicht was ich wollte. Habe einen Beruf nur um Geld zu verdienen, nicht weils mir wirklich Spass macht. Wenn solche Unterstützung damals gewesen wäre, dann sehe mein Leben heute wahrscheinlich ganz anders aus.
Hallo Sandy, liebe Teilnehmende,
wo meinen Sie sollte angesetzt werden? Welche Unterstützung würden Sie sich wünschen?
Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)
von
Ulrike | 11.05.2010 | 10:43
Es gibt ja teilweise Angebote, die müssen allerdings wahrgenommen werden.
Ich denke an die Schülerpraktika, da kann man mal gucken, ob ein Beruf wirklich das ist, was man sich vorstellt. Eigeninitiative ist auch immer wichtig.
Wie auch hier, beim Online-Dialog!
von
sandy | 11.05.2010 | 10:48
Bei manchen Jugendlichen ist die Eigendynamik aber eingeschlafen, vielleicht durch psychische Probeme "Du kannst das sowieso nicht"! Mutlosigkeit, Labilität.
Die Mitarbeiter in solchen Zentren sollten sowas erkennen und den Jugendlichen auf den richtigen Weg bringen, ihn an die Hand nehmen und die Möglichkeiten aufzeigen, oder erstmal psychologische Hilfe.
Ich glaube, dass positive Motivation ganz wichtig für Jugentliche ist. Dass man ihnen das Gefühl gibt, dass sie wichtig für unsere Gesellschaft sind und dass es auch Chancen für sie gibt. Spezielle Förderprogramme sollten antürlich hauptsächlich in sozialschwachen Kiezen angeboten werden. Bsp Neukölln. Da finden ja teilweise schon ganz tolle Projekte statt.
von
Ulrike | 11.05.2010 | 10:58
Gut finde ich auch, wenn die Jugendlichen nicht unter sich in ihren Kiezen bleiben, sondern wenn es sich mischt, wie z.B. bei den Education-Projekten der Philharmonie (siehe Rhythm is it), das klappt ja immer wieder ganz hervorragend.
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